Rothenburg ob der Tauber
Der Ursprung der Familie
Nach einer in der Familie bestehenden Überlieferung, deren Richtigkeit allerdings bis jetzt nicht vollständig nachgewiesen ist, kommt unsere Familie aus der Stadt Rothenburg ob der Tauber.
Die Stadt Rothenburg ob der Tauber, wo die Wiege meiner Familie stand, deren Wappen auch heute noch dort mehrfach zu finden ist, hatte Kaiser Leopold 1664 gegen die Türken nach Österreich und Ungarn mehrfach Hilfstruppen gestellt. Diese bestanden aus 140 Mann zu Fuß und 20 Kürassiere. Im Jahre 1672 mussten erneut Truppen aufgebracht werden. Im Jahr 1681 hatte Rothenburg weitere 50 Kürassiere, 41 Dragoner, eine Kompanie Infanterie und 44 Mann zur Stabskompanie zu stellen; diese Abteilung focht bei Mohacz und Stuhlweissenburg gegen die Türken und brachte aus dem Krieg merkwürdige Trophäen heim. Unter diesen Truppen muss sich einer aus dem Geschlecht Trüb befunden haben, denn ein Herr von und zu Lehrbach brachte von dort einen Trueb auf seine Besitzung bei Lehrbach und Kirtorf in Oberhessen als Jäger mit, der Ende der 1680er Jahre als Johann, Georg Drub in den dortigen Kirchenregistern auftaucht und auf den sich unser Stammbaum lückenlos aufbaut. Von diesem Johann, Georg Drub hatte ein Georg, Ferdinand, Gustav, Adolf Trupp eine einläufige Feuerschlossflinte mit türkischen Emblemen lange Jahre in Besitz. Diese Waffe und einige andere wurden nach dem 2. Weltkrieg von ihm an das Museum Jagdschloss Kranichstein in Darmstadt verkauft. Von diesen nunmehr oberhessischen Ahnen an standen alle meine Vorfahren in Lehrbachschen Diensten als Förster und Jäger bis einschliesslich Philipp Trubin, gest. 1836. Der Ahn Georg, Philipp Trub, geb. 1800 gest. 1870, der seit 1839 den Namen Trupp führt, schlug die Zollkarriere ein, während seine beiden Brüder Johann, Adam, geb. 1804, gest. 1864 und Johann, Philipp Trupp, geb. 1811, gest. 1892 der grünen Farbe treu blieben. Das Geschlecht der Herren von und zu Lehrbach, das 1790 in den Grafenstand erhoben wurde, ist ausgestorben. Der grosse Besitz ging nach und nach in fremde Hände über. Der letzte Graf von Lehrbach war Postbeamter in Offenbach und Lampertheim und starb 1862.
| Grabmal eines Mitglieds der Familie Trueb
in der Franziskanerkirche.
Um das Wappen "Trueb" steht die Inschrift (in Übersetzung): Im Jahre des Herrn 1378 starb Friedrich genannt Schultheiß am Tag des hl. Leonhard (6.November)- Der Familienname "Trüb" wird also nicht genannt; wir müssen annehmen, daß der Verstorbene "Scultetus" (Schultheiß) in Rothenburg war, was bisher urkundlich nicht nachweisbar ist. Quellennachweis aus "Die Linde" vom Nov./Dez.1979 von Stadtarchivar. Dr. Ludwig Schnurrer. Rothenburg o.d.Tauber |
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